Bei zeitgenössischen Fahrzeugen werden Spenglerarbeiten an Karosserien in der Regel rein funktionell als Instandsetzungsarbeiten behandelt. Meist wird dabei kein besonderes Augenmerk auf Originalität gelegt. Erlaubt ist was technisch machbar ist und vom TÜV entweder anerkannt oder geduldet wird. Oft rosten Fahrzeuge gerade an jenen Stellen, wo an der Karosserie gearbeitet wurde, besonders stark.
Bedauerlicherweise wird gerade an Oldtimern viel von Nicht-Fachleuten geschweißt und gespengelt. Sammler und Liebhaber, die besonderen Wert auf Originalität der Karosserie legen, finden mit Präzision alle nachträglich gesetzten Schweißnähte und Reparaturbleche.
Bei Oldtimern müssen höchste Ansprüche gelten. Die Originalität soll auf sehr lange Zeit gesichert werden oder mit allen möglichen Mitteln wieder hergestellt werden.
Die Karosserie eines Oldtimers ist dann fachgerecht geschweißt und gespengelt worden, wenn sie nicht von einer originalen ungeschweißten Karosserie zu unterscheiden ist.
Spezielle nicht sichtbare Schweißmethoden kommen dort zum Einsatz, wo ab Werk keine Schweißnähte vorliegen, Bleche aber dennoch wegen Korrosionsschäden ausgewechselt werden müssen. In allen anderen Fällen werden Schweißnähte mit derselben Methode erstellt wie ab Werk.
Bei der Restauration einer Oldtimer-Karosserie kommen in unserer Werkstatt auch historische Methoden zum Einsatz. Dazu ein Beispiel: Das Verzinnen ist eine Methode, Unebenheiten, Passungenauigkeiten oder Schweißnähte mit einer speziellen Zinn-Legierung zu ebnen. Damit die Verzinnung ihre besonderen Vorzüge auch tatsächlich bietet, bedarf es der richtigen Legierung und eines besonderen handwerklichen Geschicks. Bekannt ist diese Methode bei der Brille des Porsche 356.